Dankbarkeit

Es wird Herbst. Auf dem Markt bewundern wir leuchtend orange  Kürbisse und die Tage werden merklich kürzer. Ich habe die ersten Kerzen angezündet und letztes Wochenende die Heizung eingeschaltet. Sonnenblumen leuchten noch hier und da, die Eicheln knacken beim Spazierengehen unter den Füßen und die Ernte dieses Jahres - innen wie außen - wird in den letzten goldenen Tagen spürbar, erfahrbar. Dankbarkeit für das Leben in all seiner Pracht, all seiner Fülle.

 

Für was bist du dankbar? Was hat dich in diesem Jahr besonders berührt und erfüllt? Nimm wahr, wie gut es tut, Dankbarkeit zu fühlen und sie, wenn es um andere Menschen geht, auch auszudrücken, sie gemeinsam zu feiern.

 

Öffne dich auch für die Dankbarkeit anderer - ich spüre mittlerweile eine leise Trauer, wenn Menschen auf meine dankbaren Worte mit "ach, das war doch nichts" oder sogar mit offener Ablehnung reagieren. Ich habe dann richtig das Gefühl, mein Dank verpufft...und dass damit eine Chance zur gemeinsamen Freude ungenutzt vorüber geht.

 

Liebe Mitmenschen: lasst uns die Dankbarkeit feiern! Danke sagen, wenn wir es meinen, und danke annehmen, strahlen, uns freuen, wenn jemand unseren Beitrag zum Leben würdigt. Das tut unglaublich gut, denn dann teilen wir die Freude über das Schöne Erlebte, und sie wird größer.

 

Strömtipp: Wenn es dir schwerfällt, Dankbarkeit von anderen Menschen anzunehmen, halte deinen Daumen und deinen kleinen Finger nacheinander jeweils für einige Minuten. Wenn du die Fülle des Lebens einladen möchtest, dann halte deine Oberarme - oder erlaube einem lieben Menschen, dir den Rücken zu stärken, und die Hände etwa in der Mitte deines Schulterblatts rechts und links der Wirbelsäule abzulegen.

 

Außerdem möchte ich den Klangraum in der Kirche der Stille mit dir teilen, den Irmgard Nauck und die Capella Peregrina uns zum Erntedankfest schenken.

Viel Freude beim dankbaren Genießen!

 

Ihre und eure

 

Veronika (Schmidt)